Firmengeschichte

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Guang Dong Province, China, in 1989.
Von rießigen Baustellen zerfurchte Landschaften. Ein Land das im Begriff ist sich von seiner Vergangenheit zu lösen, um mit anderen Methoden zu experimentieren. Man spürt die verhaltene, kollektive Kraft der Jugend die, in Erwartung einer besseren Zukunft, das Land verändern wird.

Union Way Factory, in 1989.
Eine Ansammlung einfacher Gebäude auf der Kuppe eines Hügels: eine kleine Werkshalle, Arbeiterquartiere mit Stockbetten, offene Feuerstellen als Werksküche. Wir durchlebten die subtropischen Sommer ohne Klimageräte, oft mit klebrig-nassem Hemd am Leib. Zahlreiche stromlose Werktage zwangen uns zur Nachtarbeit. Schlaf, nach den langen Nachtschichten, kam nicht leicht in der Hitze des neuen Tages. Die naßkalten Wintermonate, in ungeheizten Mauern, schienen erträglicher.

Telefonleitungen gab es nicht, Bürokopierer waren verboten. Wir behalfen uns mit einem straffgespannten, mit Wachs beschichtetem Stück Seidenstoff. Durch die in die Wachsschicht geritzten Texte und Linien wurde Tinte gequetscht die sodann auf dem darunterliegenden Bogen Papier das geritzte Muster wiedergab. Die Wachsmatritzen verschlissen schnell, die Verwaltung kam mit wenig Papier aus.

Unsere Arbeiter kamen meist aus den nördlichen Provinzen des Landes. In alten Eisenbahnwaggons, auf Bahnsteigen oder auf den Böden schäbiger Wartesäle schlafend, erreichten sie oft erst nach Tagen ihr Ziel. Mit dem Bündel von Habseligkeiten brachten die Söhne und Töchter von Bauern auch die Zähigkeit ihres Standes mit in den Süden.

Wir arbeiteten mit ausgedienten Maschinen, mit einfachen Vorrichtungen. Rückblickend war es wohl der Mangel an Allem der uns lehrte, uns mit ungewöhnlichen Methoden und Ideen zu behelfen. Aber die Aufbruchstimmung war allgegenwärtig, sie bestimmte unser Lebensgefühl. Unsere jungen Arbeiter schickten einen guten Teil ihrer monatlichen Löhnung zurück ins Dorf, um wenigsten einem der Geschwister den Besuch der Schule zu ermöglichen - selbst die Grundschulen waren, damals, für Bauernkinder kaum leistbar.

Union Way Factory, in 1992.
Dier örtliche Behörde beschloss dass unser kleiner Betrieb dem Bau einer Autostraße weichen müsse. Wochen später sprengte man die Gebäude, der Hügel wurde von einer Armada rotfarbener Raupenfahzeuge flachgeschoben. Die Zeit danach war schwierig. Wir produzierten unter unmöglichen Bedingungen, in der nahen Stadt. Wir erwarben später ein neues Stück Land und errichteten darauf die Fabrik die bis zum heutigen Tage unser Standort ist. Wir produzierten nun auch induktive Elemente, bauten Kunststoff- und Stanzwerkzeuge, begannen mit dem Werkzeugbau mit Metallverarbeitung und einer eigenen Lackiererei - zur Eigenversorgung unserer Elektronik- und Gerätefertigung, in gesicherter Qualität. Es war eine Zeit des raschen Wachstums, es war ein spannungsvoller Zustand.

Union Way Factory, in 2000.
In diesem Jahr beendete unser wichtigster OEM-Kunde die Partnerschaft mit uns abrupt, unsere Lage war prekär. Innerhalb weniger Monate entstanden unsere ersten, eigenen, Produkte - wir mußten überleben. Die enormen Anstrengungen ebneten uns den Weg aus dem Zustand unverhältnismäßiger Abhängigkeit. Rückblickend war unsere, damals, prekäre Lage ein Glücksfall - es bedeutete einen Neubeginn.

MEC-Energietechnik GmbH, in 2007.
Jahr der Gründung der MEC in Österreich. Wir, der direkte Ansprechpartner für unsere Kunden in Europa, verstehen die Möglichkeiten und Hindernisse sowohl hier als auch in Fernost - zum Vorteil beider Seiten.

Abschließend.
Dieser kurze Abriß der Firmengeschichte von MEC war ein zäher Marathon der Beharrlichkeit. Auf diesem steinigen Weg hatte ich loyale Weggefährten die, von Hindernissen und Hürden oft unbeeindruckt, den Problemen am Weg entgegentraten und diese zur Seite räumten. Noch sind wir nicht in der Zielgerade angelangt. Ob das eigentliche Ziel überhaupt erreichbar ist? Wir glauben daß der Weg dorthin zählt.

Wilfried Steger, Gründer und Geschäftsführer von MEC


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